Start › Ratgeber › Amazon FBA-Erstattung beantragen

Amazon FBA-Erstattung beantragen: Fristen, Ablauf und typische Fehler

Amazon ersetzt FBA-Ware, die im Wareneingang, im Logistikzentrum oder bei einer Rücksendung verloren geht oder beschädigt wird. Vieles läuft inzwischen automatisch – aber längst nicht alles. Hier steht, wann Sie selbst einen Antrag stellen müssen, welche Fristen gelten und woran Anträge in der Praxis scheitern.

Stand: Oktober 2026, geprüft anhand der Seller-Central-Hilfe von amazon.de · von Tobias Gensicke, 2017–2026 selbst FBA-Händler auf 13 Amazon-Marktplätzen

Wann Amazon überhaupt erstattet

Laut Amazons Richtlinie zur Erstattung verlorener oder beschädigter Einheiten muss ein Artikel unter anderem diese Voraussetzungen erfüllen:

Die vier Fallarten und ihre Fristen

FallartWorum es gehtFrist
Lieferung an AmazonIm Wareneingang kommen weniger Einheiten an als versendet.bis 6 Monate nach bestätigter Lieferung der Sendung
LogistikzentrumWare geht im Lager verloren oder wird beschädigt.bis 60 Tage nach der Meldung als verloren oder beschädigt
KundenrücksendungenKunde wurde erstattet, Rücksendung fehlt oder ist nicht in Ordnung.frühestens 45, spätestens 105 Tage nach der Erstattung an den Kunden
RemissionenWiderspruch gegen die Einstufung zurückgeschickter Ware.bis 60 Tage nach Lieferung des Remissionsauftrags

Was außerhalb dieser Fenster eingereicht wird, lehnt Amazon ab. Genau deshalb reicht es nicht, einmal im Jahr nachzusehen.

Wie viel Amazon erstattet

Mit einer Bewertung nicht einverstanden? Widerspruch ist innerhalb von 60 Tagen nach der Erstattung über „Unterstützung anfordern“ möglich.

Wo Sie die Fälle finden

Amazon zeigt viele antragsfähige Fälle inzwischen selbst an – im Portal „Lagerbestandsfehler und Erstattung“:

Fehlmengen im Wareneingang prüfen Sie dagegen im Versandworkflow der jeweiligen Sendung, im Tab „Inhalt“. Details im Artikel Fehlende Einheiten im Wareneingang.

Die häufigsten Fehler

  1. Frist verpasst. Bei 60 Tagen fürs Lager ist das schneller passiert, als man denkt.
  2. Ungeprüfte Massenanträge. Amazon warnt ausdrücklich: Wer unzureichend untersuchte, vorzeitige oder sehr viele Anträge in kurzer Zeit einreicht, muss mit verzögerter Bearbeitung und Maßnahmen gegen das Konto rechnen.
  3. Fehlende Nachweise. Ohne Rechnung, Sendungsnummer oder Zustellnachweis wird ein Antrag zum Wareneingang abgelehnt.
  4. Zweiter Antrag zur selben Sendung. Pro Sendung ist nur ein Antrag möglich – weitere lehnt Amazon ab. Der erste muss also vollständig sein.
  5. Keine Beschaffungskosten hinterlegt. Dann erstattet Amazon nach eigener Schätzung, die oft zu Ihren Ungunsten ausfällt.

Selbst machen oder abgeben?

Alles hier lässt sich selbst erledigen – Seller Central bietet die Werkzeuge. Es kostet aber jeden Monat Zeit, die Berichte abzugleichen, Nachweise zusammenzustellen und die Fristen im Blick zu behalten. Wer das abgibt, sollte auf zwei Dinge achten: Zugang nur über eine eigene Nutzerberechtigung, nie über Ihr Passwort – und ein Dienstleister, der nur geprüfte Fälle einreicht.

Fälle finden lassen statt selbst suchen

Ich prüfe Ihr Konto jeden Monat, reiche nur belegte Fälle ein und verfolge sie nach. 20 % nur vom erstatteten Betrag – der Erstcheck ist kostenlos.

Kostenlosen Erstcheck anfragen