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Ausschließende Keywords bei Amazon PPC: negative Keywords richtig setzen und aus dem Suchbegriff-Bericht ableiten

Lupe auf blauem Hintergrund
Symbolbild · Foto: Pexels

Ausschließende, also negative Keywords verhindern, dass Ihre Amazon-Anzeigen bei Suchanfragen erscheinen, die nicht zu Ihren Zielen passen. Für Sponsored Products nennt Amazon zwei Übereinstimmungstypen: negative Wortgruppe und negative genaue Übereinstimmung. Sie legen sie für eine ganze Kampagne oder für einzelne Anzeigengruppen an, am besten auf Grundlage des Berichts „Suchbegriff“.

Stand: Oktober 2026, geprüft anhand der Hilfe-Seiten von Amazon · von Tobias Gensicke, 2017–2026 selbst Amazon-Händler auf 13 Marktplätzen

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Was ausschließende Keywords sind

Amazon Ads spricht von „negativen Keywords“ und „negativem Targeting“. Im Händleralltag heißen sie oft ausschließende Keywords. Laut Amazon helfen sie dabei, zu verhindern, dass Anzeigen auf Seiten mit Einkaufsergebnissen erscheinen, die Ihren Kampagnenzielen nicht entsprechen. Das kann Kennzahlen wie Klickrate, ROAS und Kosten pro Klick verbessern und vermeidet Kosten für Platzierungen, die für Ihr Produkt nicht relevant sind.

Als Kandidaten für negative Keywords nennt Amazon:

Negative Keywords können Sie laut Amazon bei Sponsored Products in Kampagnen mit automatischem Targeting, Keyword-Targeting und Produkt-Targeting einsetzen, außerdem bei Sponsored Brands in Kampagnen mit Keyword-Targeting.

Ausschließende Produkt-Targets: ASINs und Marken

Neben Suchbegriffen können Sie auch Produkte und Marken ausschließen. So verhindern Sie, dass Ihre Anzeige auf bestimmten Produktdetailseiten oder Suchergebnissen erscheint. Amazon nennt als Kandidaten ASINs mit schwachen Ergebnissen, ASINs, bei denen Ihre Anzeigen nicht erscheinen sollen, und nicht ergänzende ASINs in einer Anzeigengruppe.

Amazons Beispiel: Eine Anzeige für ein Kameraobjektiv erscheint bei einer Kamera, mit der das Objektiv nicht kompatibel ist. Wird diese Kamera als negative ASIN hinzugefügt, erscheint die Anzeige dort nicht mehr. Negatives Targeting funktioniert laut Amazon in automatischen und in manuellen Kampagnen.

Welche Übereinstimmungstypen es gibt

Für negative Keywords bei Sponsored Products empfiehlt Amazon zwei Übereinstimmungstypen (Stand Oktober 2026):

TypWirkung laut AmazonTypischer Einsatz
Negative WortgruppeAnzeigen erscheinen nicht bei Suchanfragen, die die vollständige Wortgruppe oder sehr ähnliche Varianten davon enthalten.Ein Wort oder eine Wortfolge passt nie zum Produkt, egal in welcher Suchanfrage.
Negative genaue ÜbereinstimmungAnzeigen erscheinen nicht bei Suchanfragen mit der genauen Wortgruppe oder einer sehr ähnlichen Variante.Eine einzelne Suchanfrage soll raus, verwandte Suchanfragen sollen weiterlaufen.

Die negative Wortgruppe wirkt breiter: Sie trifft jede Suchanfrage, in der die Wortgruppe vorkommt. Die negative genaue Übereinstimmung ist das engere Werkzeug. Zum Vergleich: Bei der normalen genauen Übereinstimmung muss die Suchanfrage laut Amazon exakt dem Keyword oder nahen Varianten wie Pluralformen entsprechen.

Prüfen Sie nach dem Anlegen im Bericht „Suchbegriff“, ob ein Ausschluss so wirkt wie erwartet. Amazon nennt „sehr ähnliche Varianten“, legt aber nicht für jeden Fall offen, welche Schreibweisen darunter fallen.

Wo Sie ausschließende Keywords anlegen

Es gibt zwei Ebenen:

Amazons deutscher Leitfaden beschreibt den Weg so: In der Kampagnenübersicht auf den Namen der Kampagne klicken und die Registerkarte „Negative Keywords“ öffnen. Für eine einzelne Anzeigengruppe klicken Sie auf deren Namen und wechseln zur Registerkarte „Negatives Targeting“. Dort fügen Sie negative Keywords über „Keyword hinzufügen“ hinzu, negative Produkte und Marken über „Ausschließen“ bzw. „Negatives Produkt-Targeting hinzufügen“. Schon beim Erstellen einer Kampagne gibt es die Abschnitte „Negatives Keyword-Targeting“ und „Negatives Produkt-Targeting“. Amazons Leitfäden verwenden nicht überall dieselben Bezeichnungen; in Ihrem Werbekonto können einzelne Namen abweichen.

Ausschlüsse sind nicht endgültig. Laut Amazon können Sie negative Targets jederzeit wieder entfernen.

Schritt für Schritt: Ausschlüsse aus dem Suchbegriff-Bericht ableiten

Der Bericht „Suchbegriff“ zeigt laut Amazon die Begriffe, die Kunden beim Einkaufen auf Amazon verwendet haben und die zu mindestens einem Klick auf Ihre Anzeige geführt haben. Damit ist er die wichtigste Quelle für Ausschlüsse.

  1. Bericht erstellen. Laden Sie im Werbekonto den Bericht „Suchbegriff“ für Ihre Sponsored-Products-Kampagnen herunter. Wählen Sie einen Zeitraum, in dem genug Klicks zusammenkommen.
  2. Nach Kosten sortieren. Prüfen Sie zuerst die Begriffe mit den meisten Klicks und den höchsten Ausgaben.
  3. Begriffe ohne Verkäufe markieren. Amazon nennt als Beispiel für leistungsschwache Begriffe: viele Klicks, aber keine Verkäufe.
  4. Datenmenge prüfen. Amazon empfiehlt, ein Keyword erst zu bewerten, wenn es mindestens 20 Klicks erhalten hat.
  5. Relevanz prüfen. Passt der Begriff gar nicht zum Produkt, etwa wegen falscher Zielgruppe oder eines anderen Produkts, ist er ein Kandidat für den Ausschluss. Passt er, verkauft aber schwach, nennt Amazon auch das Senken des Gebots als Möglichkeit.
  6. Typ und Ebene wählen. Für eine einzelne Suchanfrage die negative genaue Übereinstimmung, für ein Wort, das nie passt, die negative Wortgruppe. Gilt der Ausschluss für alle Anzeigengruppen, legen Sie ihn in der Kampagne an, sonst in der Anzeigengruppe.
  7. Gute Begriffe übernehmen. Amazon empfiehlt, starke Suchbegriffe aus demselben Bericht als neue Keywords hinzuzufügen, zum Beispiel in genauer Übereinstimmung.
  8. Wirkung abwarten. Amazon rät, negative Keywords mindestens zwei Wochen laufen zu lassen, bevor Sie Ihre Strategie ändern.

Beispiel: Auswertung eines Suchbegriff-Berichts

Die folgende Tabelle ist ein erfundenes Beispiel für eine Kampagne mit einer Herren-Geldbörse aus Leder. Begriffe und Zahlen dienen nur der Veranschaulichung.

SuchbegriffKlicksBestellungenEinschätzungMaßnahme
geldbörse herren leder645Kernbegriff, verkauftbehalten, als eigenes Keyword prüfen
geldbörse damen310falsche Zielgruppenegative Wortgruppe „damen“
geldbörse kinder240falsche Zielgruppenegative Wortgruppe „kinder“
geldbörse leder reparieren220sucht eine Reparatur, kein Produktnegative Wortgruppe „reparieren“
kartenetui270verwandtes, aber anderes Produktnegative genaue Übereinstimmung oder Gebot senken
geldbörse herren schwarz90unter 20 Klicks, zu wenig Datenabwarten

Typische Fehler

Wie viel ein unpassender Suchbegriff Sie tatsächlich kostet, zeigt der ACoS. Wie Sie ihn und Ihren Break-even-Wert berechnen, erklärt der Ratgeber ACoS und TACoS berechnen. Wenn Sie Ihre Kampagnen und Ausschlusslisten prüfen lassen möchten, finden Sie hier den Check und die Betreuung für Amazon-Werbung.

Häufige Fragen

Was sind negative Keywords bei Amazon?

Negative (ausschließende) Keywords sind Suchbegriffe, bei denen Ihre Anzeigen nicht erscheinen sollen. Laut Amazon helfen sie zu verhindern, dass Anzeigen auf Einkaufsergebnisseiten erscheinen, die Ihren Kampagnenzielen nicht entsprechen. Sie lassen sich bei Sponsored Products und bei Sponsored-Brands-Kampagnen mit Keyword-Targeting anlegen.

Was ist der Unterschied zwischen negativer Wortgruppe und negativer genauer Übereinstimmung?

Bei der negativen Wortgruppe erscheinen Anzeigen laut Amazon nicht bei Suchanfragen, die die vollständige Wortgruppe oder sehr ähnliche Varianten enthalten. Sie wirkt also breiter. Die negative genaue Übereinstimmung zielt auf die genaue Wortgruppe oder eine sehr ähnliche Variante und ist das engere Werkzeug.

Ab wann sollte ich einen Suchbegriff bei Amazon ausschließen?

Amazon empfiehlt, ein Keyword erst nach mindestens 20 Klicks zu bewerten. Kandidaten sind Begriffe mit vielen Klicks und ohne Verkäufe oder Begriffe, die gar nicht zum Produkt passen. Nach dem Ausschluss sollten negative Keywords laut Amazon mindestens zwei Wochen laufen, bevor Sie die Strategie ändern.

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